Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 
24-Stunden-Stadt
Stadt, in der das kommerzielle Leben 24 Stunden andauert, also insbesondere nicht durch Ladenschlusszeiten unterbrochen wird.
5.Bauherrenerlass
Der am 29. Oktober 2003 offiziell veröffentlichte Erlass regelt die ertragsteuerliche Behandlung von Eigenkapitalvermittlungsprovisionen und anderen Gebühren bei geschlossenen Fonds. Trotz seines Namens ist der Erlass auch auf andere Formen von geschlossenen Fonds uneingeschränkt anwendbar (z. B. Immobilienfonds, Schiffsfonds, Windkraftfonds, Private-Equity-Fonds). Der Erlass behandelt die Frage, ob die Kosten des Fonds als Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten oder als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben zu behandeln sind. Diese Feststellung ist auf Ebene der Fondsgesellschaft zu treffen. Der Erlass unterscheidet zwischen der Erwerber- und der Herstellereigenschaft des Fonds. Bei Publikumsschiffsfonds handelt es sich typischerweise um Erwerberfonds, bei denen der Anleger keine wesentliche Einflussnahmemöglichkeit auf das Vertragswerk hat. Dem Erlass zufolge sind innerhalb dieser Fondskonzepte Kosten nur noch dann als Betriebsausgaben abziehbar, soweit sie nicht auf den Erwerb des Investitionsobjekts gerichtet sind und es sich um Kosten handelt, die auch ein gedachter Einzelerwerber als Betriebsausgaben abziehen könnte (Finanzierungskosten und bestimmte andere Gebühren). Sofern Betriebsausgaben aber an die Anbieterseite geleistet werden, muss die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit der Gesellschafter bestehen, einzelne Leistungen und Gebühren abzuwählen. Andere Nebenkosten, die normalerweise durch die Einschaltung des Fonds entstehen (Eigenkapitalvermittlungsprovision, Konzeptionsgebühren, Platzierungsgarantiegebühren etc.), sind nach dem Erlass zwingend mit dem Investitionsobjekt zu aktivieren und über die Nutzungsdauer abzuschreiben. Für den Fall, dass die Anleger eines Fonds ausnahmsweise wesentliche Einflussnahmemöglichkeiten auf die Vertragsgestaltung haben, wären zusätzlich maximal 6 % Eigenkapitalvermittlungsprovision abziehbar.
Abschreibung
siehe AfA
Added Value
Wertzuwachs, der durch Einbringen von Management-Know-How und durch die Betreuung der Beteiligungsgesellschaft erzielt wird.
Adjusted Gross Participations
Eine Vereinbarung darüber, dass ein Darsteller oder andere kreativ Beteiligte (Autoren, Regisseure) zusätzlich zu ihren im Budget der Filme enthaltenen Honoraren an den (# Adjusted Gross Receipts#) des Verleihers beteiligt sind.
Adjusted Gross Receipts
(# Box-Office#) und Einnahmen aus sämtlichen anderen weltweiten Verwertungsstufen abzüglich: § Steuern, Abgaben und des vertraglich vereinbarten Anteils des Kinobesitzers (i. d. R. 30 % bis 50 % der Einspielergebnisse), § der Kosten für Werbung, Marketing und Herstellung der Bild- und Tonträger, § Gross Participations (Beteiligungen der Schauspieler, Regisseure, Produzenten am Bruttoeinspielergebnis) § Residuals (Beteiligung der Gewerkschaften), § Herstellungs-, Vertriebs- und Werbekosten für Videos, § eventuell vorfinanzierter Kostenüberschreitungen und Enhancements (notwendige, zusätzliche Drehkosten zur Verbesserung).
AfA
Absetzung für Abnutzung, steuerlicher Begriff für die Abschreibung. Verteilung der Kosten eines Wirtschaftsgutes (z. B. eines Gebäudes oder Schiffes) auf die Anzahl der Nutzungsjahre. Für bestimmte Gegenstände gibt es diverse Sonderbestimmungen/Sonderabschreibungsformen. lineare Abschreibung: gleich bleibender jährlicher Betrag, um den sich der Buchwert abnutzbarer Gegenstände (z. B. durch Gebrauch, Verschleiß) mindert. Somit wird eine gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die Jahre der voraussichtlichen Nutzungsdauer erreicht. Degressive Abschreibung: Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung mit einem festen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsgutes errechnet wird.
Aframax-Tanker
Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 70.000 und 120.000 tdw.
Agio
Aufgeld oder Aufschlag auf den Beteiligungsbetrag (Kommanditeinlage) für ein Wertpapier oder eine Beteiligung, mit dem ein Teil der Vertriebskosten abgedeckt wird. Das Agio wird bei der Ausschüttungsberechnung nicht berücksichtigt.
Akquisition
Hier: Immobilienkauf.
Aktuar
Spezialisten die sich mit der Bewertung und Beurteilung von Versicherungspolicen in Abhängigkeit von ihren Eckdaten wie Tarif, Laufzeit, Versicherungssumme etc. beschäftigen. Dieser hat die Aufgabe, die versicherungsmathematisch einwandfreie Kalkulation der Lebensversicherungsbeiträge zu überprüfen.
Andienungsrecht
Dem Erwerber eines Fondsanteils wird eine Rücknahmegarantie eingeräumt, d. h., er erhält die Option, seinen Fondsanteil zu vorher vereinbarten Konditionen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verkaufen.
Anfänglicher Investitionszeitraum der US-Gesellschaft
Er endet am 2. Februar 2007. Der General Partner der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. kann diesen Zeitraum (mit Wirkung für die US-Gesellschaft) bis zum Datum zur Erfüllung eines Investments verlängern, sofern die zu Grunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen vor dem 2. Februar 2007 abgeschlossen waren. Eine Verlängerung ist jedoch längstens bis zum 2. Februar 2008 möglich.
Anlaufkosten
Kosten, die in der Anlaufphase eines Unternehmens entstehen, beispielsweise Gründungskosten für Rechtsberatung, Handelsregistereintrag, Notar. Außerdem Kosten für die Erarbeitung des Fondskonzepts, für Prospekterstellung, Gutachten, Eigenkapitalplatzierung, Fremdkapitalbeschaffung, Zwischenfinanzierung, Steuerberatung, Treuhandschaft, Mittelverwendungskontrolle, Geschäftsbesorgung etc. (# 5. Bauherrenerlass#).
Anschlussfinanzierung
Neufinanzierung nach Ablauf eines (Hypotheken-)Darlehens.
Anteilswert (US-Gesellschaft)
Bemessungsgrundlage ist der Liquidationswert abzüglich des Wertes aller Participation Interests zu dem betreffenden Zeitpunkt. Dieser Betrag wird durch die Gesamtzahl sämtlicher Gesellschaftsanteile der US-Gesellschaft dividiert.
Anwendungserlass
Verwaltungserlass zur Anwendung einer bestimmten Rechtsprechung.
Approved Tonnage
Von den (Oil) Majors geprüftes Schiff, das bei positiver Beurteilung für diese eingesetzt werden darf.
Asset Sales Deal
Übernahme, bei der ein großer Teil des Kaufpreises durch Aktivaverkäufe einer übernommenen Gesellschaft realisiert wird.
Asset Stripping
Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen eines übernommenen Unternehmens.
Atypisch stille Beteiligung
Stille Beteiligung (geregelt in §§ 230 bis 236 HGB), bei der der stille Gesellschafter mitunternehmerisch beteiligt ist.
Ausflaggung
Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines anderen Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten und Steuern zu verringern. Schiffe, die nicht in Deutschland in ein Schiffsregister eingetragen sind, unterliegen nicht den deutschen Bemannungsvorschriften.
Ausgleichsfähige Verluste
Steuerliche Verluste, die der Anleger bis zu 100 % seiner geleisteten Kommanditeinlage zzgl. Agio mit steuerlichen Gewinnen anderer Einkunftsarten ausgleichen kann (§ 15 a EStG). (# Mindestbesteuerung#)
Ausschüttung
Sämtliche nach Abzug aller Ausgaben verbleibenden Einnahmenüberschüsse werden nach Abzug einer angemessenen Liquiditätsreserve an die Gesellschafter verteilt. Die Ausschüttung an die Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft erfolgt in der Regel einmal jährlich im Verhältnis ihrer Beteiligungshöhe.
Auswertungskette eines Kinofilms
Nach Fertigstellung eines Films beginnt eine umfassende Auswertung in allen Medienbereichen. Den Anfang machen in der Regel die US-Kinos. Anschließend startet die Vermarktung in den übrigen Territorien der Welt. Die erfolgreiche Erstauswertung eines Spielfilms im Kino beeinflusst auch das Erlöspotenzial des Films in anderen Medien. Ca. 3 bis 6 Monate nach dem Kinostart beginnt die Auswertung im Video-/DVD-Bereich. Dieser Erlösbereich ist mit ca. 40 % einer der größten Erlösträger in der Auswertungskette eines Films. Etwa 12 bis 24 Monate nach Kinostart folgt die Fernsehauswertung, deren Bedeutung in den letzten Jahren enorm gestiegen ist und die mehrere Jahre umfasst. Hier ist noch zwischen den nacheinander folgenden Bereichen Pay-TV und Free-TV zu unterscheiden. Parallel zu diesen Hauptverwertungsbereichen werden so genannte Nebenrechte (Filmmusik und Bücher zum Film) vermarktet. Begleitet wird diese Auswertung von koordinierten Marketingmaßnahmen der Plattengesellschaften und Verlage. Immer mehr Bedeutung erlangt auch das so genannte Merchandising. Darunter versteht man den Verkauf von Spielzeugen, Puppen, Bekleidung und anderen Artikeln, die mit Motiven und Bildern der Filme versehen sind.
Bare-Boat-Charter
Hierbei wird meistens nur der Schiffskörper (Bare-Boat) ohne Ausrüstung und Besatzung gechartert. Steuerlich sind Bare-Boat-Chartern Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG).
Befrachter
(#Charterer#)
Befrachtungskommission
Vergütung für die Vermittlung der Charter (Adresskommission) in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (z. B. 2,5 %) der Charterrate.
Beirat
Ein Beirat vertritt die Interessen der Kapitalanleger und wird mehrheitlich von Ihnen aufgestellt und gewählt. Beiräte haben oft wenig oder keine Entscheidungsbefugnisse oder Kontrollfunktionen. Sie beschränken sich lediglich auf Beratungen und Empfehlungen.
Beitrag
Der Beitrag einer Lebensversicherung (auch Prämie genannt) besteht aus drei Teilen - Risikoanteil - Sparanteil und Kostenanteil.
Beitrittserklärung (nebst Widerrufsbelehrung)
Vereinbarung, mit der der Anleger der Fondsgesellschaft beitritt.
Beleihungsquote
Verhältnis zwischen dem Gesamtbetrag der Fremdfinanzierung und dem Wert des Investitionsobjekts.
Bereederung
Technische und kommerzielle Betreuung eines Schiffes, wie Beschaffung und Einsatz des Seepersonals , Organisation von Ersatzteilen und Durchführung von Reparaturen, Abschluss von Versicherungen sowie Verproviantierung. In der Regel gehört auch die Organisation der Beschäftigung des Schiffes zur Bereederung.
Beteiligungsangebot
Angebot an Anleger, sich als Gesellschafter zu den im Prospekt über das Beteiligungsangebot beschriebenen Konditionen an der Fondsgesellschaft zu beteiligen.
Beteiligungsbetrag
Eigenkapital (Kommanditeinlage), das ein Anleger gemäß Beitrittserklärung in die Beteiligungsgesellschaft investiert. Ein Teil davon kann ggf. durch Fremdkapital finanziert werden.
Beteiligungsgesellschaft
Gesellschaft z. B. in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, an der die Anleger mit ihrer jeweiligen Kommanditeinlage als Gesellschafter beteiligt sind. Die Beteiligungsgesellschaft beteiligt sich direkt oder über eine Objektgesellschaft am Investitionsobjekt.
Betriebsergebnis
Gewinn oder Verlust als Saldo aus Erträgen (Mieterträge usw.) und Aufwendungen (Betriebskosten, Abschreibungen, Zinsaufwand und sonstiger Sachaufwand) der Gesellschaft.
Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebs eines Unternehmens anfallen. Neben betriebstypischen Kosten (Heuern, Versicherungen, Reparaturen usw.) fallen fondstypische Verwaltungskosten für Steuerberatung, Treuhandschaft usw. an.
Betriebsphase
Zeitraum zwischen Investitionsphase und Auflösung des Unternehmens.
BFH
Bundesfinanzhof
BImSchG
Zweck des Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist es, die Umwelt vor schädlichen Einwirkungen wie Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen und ähnlichen Vor-gängen zu schützen. Es enthält Vorschriften u. a. für die Errichtung und den Betrieb von Feuerungsanlagen.
Biomasse
Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende/erzeugte organische Sub-stanz. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken ? also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung ? ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen oder Energiepflanzen und organischem Abfall zu unterscheiden. CO²-Zertifikate: (#Zertifikatehandel#)
Blockbuster
Spielfilm, der weit überdurchschnittliche Einspielergebnisse erzielt.
BMF
Bundesministerium für Finanzen
BMF-Schreiben
Bundeseinheitlicher Verwaltungserlass des Bundesministeriums der Finanzen.
Bonität
Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit einer Person oder Gesellschaft.
Box-Office
Kinokasseneinnahmen: die Einnahmen, die der Kinobesitzer durch den Verkauf der Eintrittskarten erzielt.
Break-Even-Point
Gewinnschwelle. Gibt die Umsatzmenge an, bei der die Gewinne gerade die fixen und variablen Kosten decken, d. h. eine Firma in die Gewinnzone gelangt.
Bruttocharterrate
Im meist standardisierten Chartervertrag zwischen Reederei und Charterer festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes. Durchweg pro Tag (engl. per day/p. d.) angegeben.
Bruttomietvertrag
Bei einem Bruttomietvertrag (Gegenteil: Nettomietvertrag) zahlt der Vermieter sämtliche Betriebskosten (z. B. Versicherungen, Grundsteuern, Reparaturen, Instandhaltung). Da die Betriebskosten nicht auf den Mieter umgelegt werden, wird bei Bruttomietverträgen eine Miete vereinbart, in der die für den Vermieter zu erwartenden Betriebskosten bereits einkalkuliert sind (Bruttomiete).
Bruttoraumzahl (BRZ)
Angabe zur Schiffsgröße, die den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt. Ersetzt seit 1994 die Maßeinheit Bruttoregistertonne (BRT).
Buchwert
Steuerlicher Wert eines Wirtschaftsgutes eines Fonds zum Jahresende. Durch jährliche Abschreibungen verringert sich der ursprüngliche Anschaffungswert schrittweise. Der Buchwert weicht regelmäßig vom tatsächlich erzielbaren Marktpreis oder Verkehrswert ab. Abschreibungssätze richten sich nicht nach dem Markt, sondern sind in amtlichen Abschreibungstabellen festgelegt.
Bugstrahlruder
Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes als Manövrierhilfe.
Bulk-Carrier
Schiffe für den Transport von Massengut (engl. bulk) wie Getreide, Erz, Kohle oder Rohöl. Auch: OBO Carrier (Frachter für ore [Erz], bulk [Massengut], oil [Öl]).
Businessplan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, die Ziele und die Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und quantifiziert sind. Der Geschäftsplan wird von den Beteiligungsunternehmen den Anlageprogrammen zur Verfügung gestellt, um diese zu motivieren, das Beteiligungsunternehmen mit Eigenkapital auszustatten.
Capital Gains Tax
Amerikanische Veräußerungsgewinnsteuer. Im Verkaufsfall werden zunächst die bis dahin erfolgten Abschreibungen mit 25 % nachversteuert. Der darüber hinausgehende Verkaufsgewinn wird je nach individuellem Steuersatz einer Steuer von 8 bis 20 % unterworfen.
Cashflow
Betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Überschuss der Umsatzerlöse über die laufenden Betriebsausgaben angibt. Dient als Hinweis auf die finanzielle Sicherheit des Unternehmens.
CBD
Central Business District.
cbm
Kubikmeter, Raummaß
Charterer
Mieter eines Schiffes für eine bestimmte Zeit (Zeitcharter/Timecharter) oder Reise (Spotcharter/Voyagecharter). Chartervertag (Seefrachtvertrag) zwischen Befrachter (Charterer) und Verfrachter (Reederei) ist im Handelsrecht geregelt. Bei Bare-Boat-Charter wird meist nur der Schiffskörper ohne Ausrüstung und Besatzung gechartert. Steuerlich sind Zeitchartern Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Bare-Boat-Chartern hingegen grundsätzlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Charterrate
Der "Mietzins" für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird in der Regel in USD pro Tag gezahlt. Die Höhe ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Schiffstyp und -größe sowie Angebot und Nachfrage in Zusammenhang mit der Weltkonjunktur.
Chartervertrag
Seefrachtvertrag zwischen Befrachter (Charterer) und Verfrachter (Reederei) ist im Handelsrecht geregelt.
Chemikalientanker
Tanker, deren Tanks darauf ausgelegt sind, Laugen, Säuren und andere aggressive Chemikalien zu transportieren. Je nach Gefährlichkeit der zu befördernden Chemikalien gelten besondere Sicherheitsvorschriften für die Ausstattung der Schiffe. Die (# IMO#) hat 4 verschiedene Gefahrenklassen definiert.
Class-A-Bürogebäude
Amerikanische Klassifizierung für Bürogebäude höchster Qualität, die mindestens 3 der nachfolgenden Kriterien erfüllen: - zentraler Standort, - Zustand und Verwaltung erstklassig, - moderne Bauweise oder vergleichbar modernisiert, - Attraktiv für bonitätsstarke Mieter und im oberen Mietpreisbereich positioniert.
Clean Products
Verarbeitete und/oder gereinigte Produkte, z.B. Benzin, Chemikalien etc.
Co-Investment-Gesellschaft mit GM-Investoren
Eine Gesellschaft, über die sich die GM-Investoren an der betreffenden Immobilieninvestition beteiligen und an der neben den GM-Investoren Gesellschaften beteiligt sind, welche mit der US-Gesellschaft, der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. oder der Hines Interests Limited Partnership verbunden sind.
Coating
Bezeichnung für spezielle Beschichtungen der Ladungstanks oder der Außenhaut eines Schiffes. Bei Tankern ermöglicht die Beschichtung, dass zwischen (# Dirty Products#) und (# Clean Products#) gewechselt werden kann.
Completion-Bond
Der Completion-Bond ist eine Fertigstellungs- und Ablieferungsgarantie für Produzenten, Investoren, Banken und Finanziers. Dabei wird garantiert, dass der abzuliefernde Film innerhalb einer bestimmten Frist und innerhalb der kalkulierten Herstellungskosten fertig gestellt und an die Vertriebe abgeliefert wird.
Container
International standardisierter und registrierter Metallbehälter. Seit 1956 im See- und Landtransport eingesetzt. (# FEU#)und (# TEU#). Containerarten: Kühlcontainer, Tankcontainer, Automobilcontainer, Bulkcontainer sowie isolierte und belüftete Container.
Degressive Abschreibung
(# AfA#)
Deutsches Internationales Zweitregister
Um das Ausflaggen des Schiffes aus dem deutschen Seeschiffsregister zu verhindern, bietet die Bundesregierung deutschen Reedern an, ihre Schiffe in das so genannte Zweitregister einzutragen. So können ausländische Mannschaftsdienstgrade angeheuert und nach Heimattarifen entlohnt werden. Der Kapitän und die Offiziere sind weiterhin deutsch; das Schiff fährt unter deutscher Flagge. So dient eine wettbewerbsfähige (Personal-) Kostensituation dem Erhalt der deutschen Handelsflotte.
Dirty Products
Roh- und Schweröle
Disagio/Damnum
Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung z. B. eines aufgenommenen Darlehens.
Distribution Fees & Costs
siehe ->Verleihkosten und -gebühren
Distributor
Filmverleih/-vertriebsunternehmen
Distributor's Gross Receipts
Box-Office abzüglich Steuern, Abgaben und des vertraglich vereinbarten Anteils des Kinobesitzers (i. d. R. 30 % bis 50 % der Einspielergebnisse) sowie Einnahmen des Verleihers aus allen Verwertungsstufen abzüglich Steuern, Abgaben und Gebühren an Dritte.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Ein Vertrag zwischen zwei Staaten, dessen Zielsetzung die Vermeidung der Doppelbesteuerung ist. Die Doppelbesteuerung wird dadurch vermieden, dass das DBA einem der beiden Staaten das Besteuerungsrecht für bestimmte Einkünfte zuweist und zugleich das Besteuerungsrecht des anderen Staates für diese Einkünfte ausschließt oder zumindest einschränkt.
Doppelhüllentanker
Tanker, dessen Schiffsrumpf mit doppelter Bordwand und doppeltem Boden ausgestattet ist. Gegensatz: Einhüllentanker; (# Phase-out#)
Due Diligence
Prüfung der Ertags- und Geschäftslage einer Investition. Wird durch externe Experten zur Durchleuchtung aller relevanten Daten, Planungen und Risiken durchgeführt.
dwt
deadweight tons, auch tdw (tons deadweight) oder dwat (deadweight all told). Höchstzulässige Tragfähigkeit eines Schiffes in (metrischen) Tonnen à 1.000 kg.
Dynamar
Renommierte und international anerkannte Ratingagentur für die Schifffahrt. Ratingskala von 1 (sehr gut) bis 10. Eigenkapitalquote (A) Verhältnis zwischen dem Betrag der Finanzierung mit Eigenkapital und dem Investitionsvolumen.
EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)
Das EEG wurde am 25.02.2000 im Bundestag verabschiedet und trat am 1.4.2000 in Kraft. Es fördert die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Das EEG verpflichtet Netz-betreiber, Strom aus Erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und dafür einen durch das EEG festgelegten Mindestpreis zu zahlen. Dieser hängt ab von der Energieart, der Grö-ße der Anlagen und bei Windenergie vom Standort.
Eigenkapital der Fondsgesellschaft
Summe der von allen Gesellschaftern übernommenen Beteiligungsbeträge ohne Agio.
Einhüllentanker
Tanker, dessen Schiffsrumpf nur aus einer Bordwand besteht. Einhüllentanker dürfen aufgrund der großen Gefahr einer Umweltverschmutzung bei Kollisionen die Häfen vieler Länder nicht mehr anlaufen. (# Phase-out#)
Einkunftsarten
1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG), 2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG), 3. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (§ 18 EStG), 4. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG), 5. Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG), 6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG), 7. sonstige Einkünfte im Sinne des § 22 EStG.
Emissionsprospekt
Angebotsbroschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen des geschlossenen Fonds. Der Emissionsprospekt sollte nach dem aktuellen Standard des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) erstellt werden (IDW S 4 vom 01. September 2000 "Grundsätze ordnungsgemäße Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen"). Bei renommierten Initiatoren kann zu jedem Fonds ein Prospektprüfungsbericht (Prospektgutachten) gem. IDW angefordert werden.
Ergebniszuweisung
Zurechnung des steuerlichen Erfolgs an den Gesellschafter entsprechend seinem gesellschaftsvertraglich vereinbarten Anteil am Erfolg der Gesellschaft.
Errors & Omissions (Policy)
Irrtums- und Unterlassungsversicherung: Sie bietet Schutz gegen juristische Versäumnisse im ursprünglichen Vertrag bezüglich Verleumdung, Plagiatsvorwürfen, Urheberrechtsverletzung, Persönlichkeitsrechtsverletzung außerdem der Schutz der Verwendung von Formen, Ideen und Titeln.
EStG
Einkommensteuergesetz
Feederschiffe
Leisten Zubringerdienst für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe kleinere Häfen nicht anlaufen können.
Fernwärmenetz
Durch das Fernwärmenetz wird Wärme im Niedertemperaturbereich (bis etwa 200 °C), aus zentralen Wärmeerzeugungsanlagen (Fernheizung) über längere Strecken zum Endverbrau-cher (Wohnung, Gewerbe, Industrie) transportiert. Wärmelieferanten können Heizwerke (nur Wärme liefernde Anlagen) oder Heizkraftwerke (Nutzung der Abwärme) sein. Träger für den Transport der Wärme können Wasser, Dampf oder Gas sein.
Festverzinsliche Wertpapiere
Verzinsliche Anleihen zu einem festen Zinssatz, die von Unternehmen oder Institutionen (Bund, Länder usw.) herausgegeben werden.
FEU
forty foot equivalent unit. 40 Fuß (rd. 12 Meter) langer, genormter Container.
Finanz- und Investitionsplan
Er besteht aus 2 Elementen: Unter "Mittelherkunft" wird die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt ("Finanzplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten dargestellt ("Investitionsplan").
Fondsgesellschaft
Zusammenschluß vieler Einzelanleger zu einer Gesellschaft mit dem Ziel, gemeinsam ein oder mehrere Investitionen zu realisieren und die Erträge oder Steuervorteile daraus zu nutzen. Überwiegend in der Rechtsform einer KG (GmbH & Co. KG) strukturiert.
Fondsmanagement
Geschäftsführung einer Fondsgesellschaft/Verwaltung aller Angelegenheiten einer Fondsgesellschaft.
fossile Energieträger
Fossile Energieträger ist der Sammelbegriff für Energierohstoffe, die in der Erde lagern und sich vor vielen Millionen Jahren aus tierischen und pflanzlichen Resten gebildet haben (z.B. Torf, Kohle, Erdöl und Erdgas). Sie kommen nur in begrenzten Mengen vor und können nicht erneuert werden.
Fremdkapital
Alle Finanzierungsmittel, die als Kredite oder langfristige Darlehen von Kreditinstituten, Versicherungen, öffentlichen Stellen und privaten Dritten zur Verfügung gestellt werden.
FSA (Financial Services Authority)
Die FSA ist das Aufsichtsinstitut für den Finanzdienstleistungsbereich in Großbritannien, vergleichbar mit der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Finanzdienstleister benötigen, wie auch in Deutschland, eine Zulassung durch die FSA.
Fundraising
Das "Einwerben" von "Funds". Startphase eines Venture-Capital-Fonds, in der institutionelle, industrielle und private Anleger dafür gewonnen werden sollen, Fondsanteile zu zeichnen.
Fungibilität
Handelbarkeit von geschlossenen Fondsanteilen
Gasöl
Gute reinigende Zwischenladung für die Tanks beim Wechsel von (# Dirty Products#) auf (# Clean Products#).
GEFOX
Eine Handelsplattform für Zweitmarktanteile Geschlossener Fonds der Börse Düsseldorf. Wegen äußerst geringer Akzeptanz wurde sie in 2006 wieder geschlossen.
General Motors Investment Management Corporation ("GM")
Die US-Gesellschaft hat mit GM eine Vereinbarung über Investitionsrechte abgeschlossen (Vereinbarung über Investitionsrechte mit GM).
General Partner (US-Beteiligungsgesellschaft)
(# Limited Partnership#)
General Partner (US-Gesellschaft)
General Partner der US-Gesellschaft ist der Hines-Sumisei U. S. Core Office Trust. Er ist gemäß Gesellschaftsvertrag allein zur Geschäftsführung und Vertretung der US-Gesellschaft berechtigt und verpflichtet.
Germanischer Lloyd (GL)
International renommierte Klassifikationsgesellschaft. ("TÜV" für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik). Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen.
Gesamtverzinsung
Finanzmathematische Methode zur Berechnung der Verzinsung des über einen bestimmten Betrachtungszeitraums durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals. Sie dient u. a. dazu, verschiedenartige Investitionen hinsichtlich ihre Rentabilität vergleichen zu können (s.a.Interner Zinsfuß-Methode).
Gesellschaftsvertrag
Vertrag, an den alle Gesellschafter einer Gesellschaft gebunden sind und nach dem sich die Rechtsbeziehungen der Gesellschafter im Innenverhältnis richten.
Gewinnerzielungsabsicht
Absicht eines Gewerbetreibenden, auf Dauer einen Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben zu erzielen. Diese Absicht ist unabdingbare Voraussetzung für das Vorliegen eines Gewerbebetriebs und die Anerkennung von Einkünften aus Gewerbebetrieb durch das Finanzamt. Entscheidend ist, dass über einen längeren Zeitraum tendenziell eine Aussicht auf ein positives Ergebnis besteht. Dazu ist trotz der Unsicherheiten eine Prognose erforderlich. Bei Fondsbeteiligungen muss jeder Gesellschafter unter Berücksichtigung seiner persönlichen Sonderbetriebsausgaben einen Totalgewinn anstreben. Ist keine Gewinnerzielungsabsicht gegeben, kann das Finanzamt die Tätigkeit als Liebhaberei werten.
Glencore International
Eines der weltweit größten Handelshäuser für Rohstoffe. Das Unternehmen verfügt über ein (# Dynamar-Rating#) von 1.
GM
Abkürzung für General Motors Investment Management Corporation.
GM-Investoren
Investoren, die von der General Motors Investment Management Corporation hinsichtlich Immobilieninvestitionen der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. beraten werden.
GM-Vereinbarung
Vereinbarung der US-Gesellschaft, der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. und der Hines Interests Limited Partnership sowie weiterer Vertragsparteien mit der General Motors Investment Management Corporation über deren Investitionsrechte (Vereinbarung über Investitionsrechte mit GM).
GmbH & Co. KG
Besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten Kommanditgesellschaft (KG). Der unbegrenzt haftende Gesellschafter (Vollhafter, Komplementär, persönlich haftender Gesellschafter/phG) ist keine natürliche Person wie bei der reinen KG, sondern eine juristische Person (GmbH). Übliche Form bei geschlossenen Fonds aus Gründen der Risikobegrenzung für den Vollhafter.
Going Public
Einführung des Unternehmens an der Börse.
Gross Participations
Beteiligungen der Schauspieler, Regisseure, Produzenten am Bruttoeinspielergebnis.
Grunderwerbsteuer
(§ 11 GrEStG) Steuerliche Belastung beim Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken. Sie beträgt i. d. R. 3,5 % des Kaufpreises.
Gründungskosten
Kosten im Zusammenhang mit der Gründung einer Fondsgesellschaft und der jeweiligen Objekt- oder Betriebsgesellschaften.
Handelbarkeit von geschlossenen Fondsanteilen
Anteile von geschlossenen Fonds sind nicht über einen geregelten Markt veräußerbar.
Handymax-Tanker
Tanker bis zu 50.000 tdw Tragfähigkeit.
Hines Interests Limited Partnership ("Hines Interests")
Die US-Gesellschaft hat mit Hines Interests und der Sumitomo Life Realty (N. Y.), Inc. einen Beratungsvertrag abgeschlossen (Beratungsvertrag mit Hines Interests und SLR).
Hines Real Estate Investment Trust, Inc. ("Hines REIT Inc.")
Hines REIT Inc. ist ein Anlageprodukt der Hines-Gruppe für US-Amerikaner in Form eines Real Estate Investment Trust und hat über eine zwischengeschaltete Limited Partnership in die Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. investiert (Investoren der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P.).
Hines Shell Plaza Partners LP
Es handelt sich um eine "Co-Investment-Gesellschaft mit GM-Investoren". Die beiden Gebäude One Shell Plaza und Two Shell Plaza werden von der Hines Shell Plaza Partners LP über eine Objektgesellschaft gehalten.
Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P.
Die Investoren der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. investieren indirekt über den Hines-Sumisei U. S. Core Office Trust in die US-Gesellschaft (s.u. Investoren der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P.).
Hines-Sumisei U. S. Core Office Trust
General Partner (vergleichbar: Komplementär) der US-Gesellschaft.
Hines-Sumisei US Core Office Properties L P
Die Fondsgesellschaft hat sich als Limited Partner (vergleichbar: Kommanditist) an der Hines-Sumisei US Core Office Properties LP beteiligt. Diese Gesellschaft wird im Prospekt als US-Gesellschaft bezeichnet, ihr Gesellschaftsvertrag wird auf Seite 77 ff. dargestellt.
Immobilienportfolio
Die Zusammensetzung des Immobilienvermögens.
IMO
(# International Maritime Organization#)
Indexiert
Indexieren: Kopplung der Entwicklung eines Entgeltes an eine Vergleichsgröße, z. B. Kopplung der Entwicklung von Mietentgelten an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten.
Indexmiete
Miete, die in bestimmten Intervallen dem Lebenshaltungskostenindex für alle privaten Haushalte in der Bundesrepublik angepasst werden kann.
Inflation
Wertverlust der Kaufkraft einer Währung.
Initiator
Erstellt zusammen mit Beratern die Fondskonzeption und den Emissionsprospekt. Besorgt das Emissionskapital von Anlegern und Banken und übernimmt oft die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft.
Innerer Wert
Der Wert, der einer Police zu einem Stichtag beizumessen ist. Er wird nach einer versicherungsmathematischen Formel berechnet und ist wesentlich beeinflusst durch die geleisteten Versicherungsprämien und dem Investitionswachstum abzüglich der verschiedenen Kosten. Er startet negativ und steigt im Verlauf überproportional an.
Instandhaltung
Erhaltungsmaßnahmen für ein Objekt. Vorbeugende Maßnahmen zur Verhütung von baulichen Mängeln und Schäden, die auf Abnutzung bzw. Alterung zurückzuführen sind.
International Energy Agency (IEA)
Die International Energy Agency, wurde 1974 in Paris als unabhängige Institution mit einer starken Bindung zur OECD gegründet. Die IEA veröffentlicht den monatlichen Oil Market Report und den halbjährlichen World Energy Outlook, die beide von großer Bedeutung sind. Sie ist weltweit die einzige maßge-bende Quelle für Energiekennzahlen.
International Maritime Organization (IMO)
Internationale Seeschifffahrtsorganisation. Weltweite Vereinigung im UNO-Rahmen für Fragen der Schiffssicherheit, Seestraßenordnung, des Seerechts.
International Ship Management Code (ISM)
Auch: International Safety Management Code = internationales Übereinkommen zum Schiffs- und Sicherheitsmanagement. 1987 von der IMO initiierte Auflagen zur Verbesserung von Management und Sicherheit in der weltweiten Schifffahrt. Im Reedereiauftrag prüfen und zertifizieren international tätige Klassifikationsgesellschaften die Erfüllung der ISM-Codes.
Interner Zinsfuß-Methode (IRR)
Berechnungsmethode für die Rentabilität. Der verwendete Renditebegriff drückt die Verzinsung des rechnerisch gebundenen Kapitals aus. Dabei wird der zeitliche Bezug von Zu- und Abflüssen berücksichtigt. Diese Rendite ist mit den Renditen anderer Kapitalanlagen, bei denen keine Änderung des gebundenen Kapitals eintritt (z. B. festverzinsliche Wertpapiere) nicht unmittelbar zu vergleichen. Für einen Vergleich sind jeweils das durchschnittlich gebundene Kapital und die Anlagedauer sowie der Gesamtbetrag einzubeziehen. Bei der IRR-Methode wird ein Abzinsungssatz (interner Zinsfuß) ermittelt, bei dem die Summe der Barwerte der Zu- und Abflüsse gleich groß ist und der damit zu einem Kapitalwert von null führt.
Investiertes Anlagekapital bei der US-Gesellschaft
Das investierte Anlagekapital eines Limited Partners der US-Gesellschaft entspricht dem Betrag der insgesamt eingezahlten Kapitaleinlage abzgl. der im Rahmen der Ausschüttung von Liquiditätsüberschüssen aus Kapitaltransaktionen geleisteten Kapitalrückzahlungen und abzgl. der im Rahmen der Rückgabe von Gesellschaftsanteilen geleisteten Kapitalrückzahlungen.
Investitions- und Finanzierungsplan
Übersicht über die Verwendung der für eine Investition benötigten Mittel (Investitionsplan) und über die Herkunft dieser Mittel (Finanzierungsplan).
Investitionskriterien
Vorgaben des Gesellschaftsvertrages der US-Gesellschaft für Immobilieninvestitionen.
Investitionsphase
Anlaufphase der Gesellschaft.
Investitionsvolumen
Summe aller Investitionen der Beteiligungsgesellschaft inkl. aller dafür erforderlichen Kosten gemäß Finanz- und Investitionsplan.
Investment Grade
Bonitätsrating eines Unternehmens (z.B. Rating von Standard & Poor`s)
InvG
Investmentgesetz.
InvStG
Investmentsteuergesetz.
IRR
(# Interner-Zinsfuß-Methode#)
ISL
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
ISM
(# International Ship Management Code, auch International Safety Management Code#)
Jahresboni
Die erwirtschafteten Anteile an den Kapitalerträgen der Versicherungen werden den einzelnen Verträgen jährlich zugewiesen. Diese Boni werden den Versicherungsverträgen unverfallbar zugerechnet.
Kapitalanlage
Eine langfristig geplante Verwendung von Geld (Kapital) zur Erzielung eines Ertrages und/oder eines Wertzuwachses oder zur Substanzerhaltung.
Kapitalerhöhung
Erhöhung des Eigenkapitals einer Gesellschaft; hier: Erhöhung des Eigenkapitals der Fondsgesellschaft durch Aufnahme weiterer Kapitalanleger.
Kapitalrückzahlung
Rückzahlung der von einem Gesellschafter geleisteten Kapitaleinlage; zur Kapitalrückzahlung kommt es, soweit die Ausschüttungen an einen Anleger dessen Gewinnanteil für das betreffende Geschäftsjahr übersteigen.
Kapitaltransaktion der US-Gesellschaft
Verkauf, Finanzierung oder Refinanzierung, Enteignung des Gebäudes, Versicherungsleistungen für das Gebäude.
Kasko
Schiffskörper, -rumpf ohne Aufbauten.
Kaufpreisfaktor
Ein Indikator für die Angemessenheit des Kaufpreises im Verhältnis zu den jährlichen Nettomieteinnahmen.
Klasse
Eine Klasse wird jedem Schiff und jeder Maschine auf Antrag in regelmäßigen Abständen (meist 5 Jahre) durch eine (# Klassifikationsgesellschaft#) erteilt. Wenn die Klasse abläuft, erlischt automatisch auch der Versicherungsschutz des Schiffes.
Klassifikationsgesellschaft
Organisation vergleichbar einem TÜV für Schiffe. Sie übernimmt u. a. folgende Aufgaben: Bauaufsicht bei Neubauten und Reparatur von Seeschiffen sowie von Containern, Bauplanprüfung, Materialprüfung. Bedeutende, etablierte Klassifikationsgesellschaften sind, z. B. American Bureau of Shipping und Germanischer Lloyd. Klassifikationszertifikat (S) Schiffspapier, das von einer Klassifikationsgesellschaft für Schiff und Maschine getrennt erstellt wird. Gilt nur innerhalb der in ihm bezeichneten Fahrtgrenze. Geltungsdauer: 5 Jahre. Knoten (kn) (S) Schiffsgeschwindigkeitseinheit, gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten = 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h.
Kommanditgesellschaft (KG)
Eine Personenhandelsgesellschaft, bei der nur ein Teil der Gesellschafter (mind. einer) gegenüber den Gesellschaftgläubigern mit seinem gesamten Vermögen haftet (Komplementär, persönlich haftender Gesellschafter), während die anderen in ihrer Haftung auf eine bestimmte Vermögenseinlage beschränkt sind (Kommanditist).
Kommanditist
(# Kommanditgesellschaft#)
Komplementär
(# Kommanditgesellschaft#)
Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 von der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention angenommen. In dem Protokoll verpflichten sich die Industriestaaten, ihre gemein-samen Emissionen der wichtigsten Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um minde-stens 5% unter das Niveau von 1990 zu senken. Dabei haben die Länder unterschiedliche Emissionsreduktionsverpflichtungen akzeptiert. Damit das Protokoll in Kraft treten kann, muss es von mindestens 55 Staaten ratifiziert werden, wobei diese mindestens 55% der CO2-Emissionen der Annex I-Länder von 1990 auf sich vereinigen müssen. Deutschland hat gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten das Protokoll im Mai 2002 ratifiziert.
Ladungsmengenkontrakt
Vereinbarung zwischen einem Charterer und einer Schifffahrtsgesellschaft über den Transport einer festgelegten Ladungsart und -menge innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu einer fixierten Rate.
Leerstand
Nicht vermietete Flächen eines Gebäudes, gegebenenfalls unter Einbeziehung etwaiger zur Untervermietung angebotener Flächen.
Leerstandsrate
Verhältnis der unvermieteten Flächen eines Gebäudes zu den vermieteten Flächen eines Gebäudes bzw. Verhältnis unvermieteter Gebäudeflächen in einem bestimmten Bezirk zu vermieteten Gebäudeflächen in diesem Bezirk.
Leitwährung
Eine Währung, an der sich andere Länder bei ihren geld-, wechselkurs- und währungspolitischen Entscheidungen ausrichten.
Letter of Intent (LOI)
Absichtserklärung, die meist dem eigentlichen Vertragsschluss vorausgeht.
Libor
(London Inter Bank Offered Rate) Maßstab für einen Zinssatz, zu dem Gelder unter Banken verzinst werden.
Limited Partner
siehe -> Limited Partnership
Limited Partnership
Gesellschaftsform, bestehend aus General Partner (geschäftsführender Gesellschafter) und Limited Partnern (vergleichbar: Kommanditisten). Der persönlich haftende General Partner ist nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages allein zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft berechtigt und verpflichtet. Ein Limited Partner haftet grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage.
Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).
Liquidationswert der US-Gesellschaft
Nettoveräußerungserlöse, die die US-Gesellschaft erzielen würde, wenn sämtliche Immobilien zum gegenwärtigen Marktpreis veräußert würden und die Veräußerungserlöse und die Liquiditätsreserven der jeweiligen Tochter- und Objektgesellschaften der US-Gesellschaft an deren Gesellschafter nach Abzug aller Transaktionskosten und Begleichung aller Verbindlichkeiten ausgeschüttet würden.
Liquiditätsreserve
Barmittelreserve der Beteiligungsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben. Im Finanz- und Investitionsplan als Teil der Mittelverwendung aufgeführt.
Loss of Hire
Wörtlich: Erlösausfall - wenn das Schiff z. B. durch Dockaufenthalt oder Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist und keine Frachtzahlung erhält. Risiko ist versicherbar. Versicherungsleistung beginnt meistens nach bestimmter Warte- oder Karenzzeit. Off Hire auch generell für beschäftigungsloses oder vorübergehend außer Dienst gestelltes, aufliegendes Schiff.
Manifold
Anschlussstation zur individuellen Be- und Entladung von Ladetanks oder Ladetankgruppen an Bord eines Tankers.
Market Maker
Erwirbt Policen auf dem Zweitmarkt bzw. vermittelt diese an Investoren. Die Market-Maker werden in Großbritannien von der (->) FSA überwacht.
Marktmietzins
Ortsübliche Miete, die bei Neuvermietungen für vergleichbare Objekte erzielbar ist. In den USA ist für Bürogebäude der Mietzins/sf p. a. die gängige Vergleichsgröße. Will man die amerikanische Vergleichsgröße umrechnen auf die deutschen Verhältnisse (USD monatlich pro m2) ist dies mit folgender Formel möglich: USD-Betrag : 12 x 10,7641. Bei Industriegebäuden wird der Mietzins pro Monat je Square Foot berechnet.
Marpol
Internationales Übereinkommen zur Vermeidung von Meeresverschmutzung durch Schiffe.
MBI ("Management Buy-In")
Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.
MBO ("Management Buy-Out")
Übernahme eines Unternehmens durch das vorhandene Management.
Mietausfallwagnis
Bei einer Immobilie können durch uneinbringliche Rückstande von Mieten, Pachten, Vergütungen, Umlagen und Zuschlägen oder ganz einfach durch Leerstände Ertragsminderungen entstehen. Dieses Ausfallwagnis wird in der Ertragswertermittlung prozentual gewichtet.
Mindestbesteuerung
Durch die Steuerreform im Jahre 1999 eingeführte Begrenzung des Verlustausgleichs nach § 2 Absatz 3 EStG. Da diese Regelung zum einen schwer verständlich und schwer zu handhaben, zum anderen nach Auffassung des Bundesfinanzhofs auch verfassungswidrig ist, wurde sie zum Jahresbeginn 2004 abgeschafft. Verluste können also wieder uneingeschränkt mit positiven Einkünften verrechnet werden. Da die Mindestbesteuerung entfällt, fallen auch beim Verlustrücktrag die komplizierten Verrechnungsregeln weg. Dadurch wird der Verlustrücktrag erheblich vereinfacht und ist seit 2004 bis zu einem Betrag von 511.500 Euro bei Ledigen bzw. 1.023.000 bei Verheirateten möglich.
Mindestbeteiligung
Gesellschaftsvertraglich geregelter Mindestbetrag der vom Anleger zu leistenden Kapitaleinlage.
Mittelverwendungskontrolle
Kontrolle der Verwendung der von Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z. B. durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
MS
Abkürzung für Motorschiff (engl.: MV = motor vessel).
MT
Abkürzung für Motortanker.
Multipurpose-Schiff
Mehrzweckschiff, das verschiedene Ladungsarten gleichzeitig transportieren kann. Naphtha (S) Naphta ist ein Produkt bei der Raffination von Erdöl. Es ist ein wichtiger Rohstoff für die Kunststoffindustrie.
NCREIF-Index
National Council of Real Estate Investment Fiduciaries - Verband der US-amerikanischen Immobilien-Investmentmanager.
Nettocharterrate
Nettomiete für ein Schiff nach Abzug von Kommissionen und Bereederungsgebühren von der Bruttocharterrrate.
Nettomietvertrag
Bei einem Nettomietvertrag (Gegenteil: Bruttomietvertrag) zahlt der Mieter die vereinbarte Nettomiete und trägt darüber hinaus sämtliche Betriebskosten einschließlich Grundsteuern und Versicherungen sowie oftmals auch Reparaturen und Instandhaltung (z. B. Triple-Net-Mietverträge).
Nettoraumzahl (NRZ)
Angabe zur Schiffsgröße, die die Transportkapazität eines Schiffes angibt. Ersetzt seit 1994 die Maßeinheit Nettoregistertonne (NRT).
Objektgesellschaft
Ist Eigentümerin des Investitionsobjekts.
Objektverwaltung
Aufgabe der Objektverwaltung ist die Werterhaltung und die Verantwortung über den ordnungsgemäßen Betrieb eines Objekts. Hierunter fallen Überwachung und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums, Schadensabwehr, Abwicklung des Zahlungsverkehrs.
Offshore-Anlagen
Windkraftanlagen im Meer in nicht zu tiefen küstennahen Gewässern.
Oil Majors
Die großen Ölgesellschaften, z. B. BP, Exxon, Total, Esso, Shell.
Oil Pollution Act 1990 (OPA 90)
Ein in den USA erlassenes Gesetz, das unter anderem regelt, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Einhüllentanker mehr amerikanische Häfen anlaufen dürfen.
Operation Expenses (Opex)
Bezeichnung für die Schiffsbetriebskosten.
P&A
Kosten der Herausbringung (Prints & Ads). Dazu gehören Kosten der Marketingkampagnen, der Werbung in den einzelnen Medien sowie die Kosten der Herstellung von Bild- und Tonträgern. Man unterscheidet zwischen Initial P&A (Kosten für die an die Kinos auszuliefernden Vorführkopien sowie sämtliche Werbemaßnahmen in allen Medien für die Vorbereitung des Kinostarts, die im Budget bereits geplant werden) und Current P&A (Kosten für eventuelle Zusatzkopien sowie sämtliche Werbemaßnahmen in allen Medien während der Kinoauswertung des Films, die aus den bereits laufend erzielten Bruttoeinnahmen finanziert werden). Darüber hinaus wird unterschieden, ob diese Kosten für den Bereich Nordamerika/Kanada (Domestic P&A) oder für die weltweiten Territorien außerhalb Nordamerikas (Foreign P&A) anfallen.
Panamax
Kurzbezeichnung für Schiffe, die den Panama-Kanal zwischen atlantischem und pazifischem Ozean passieren können. Schleusen begrenzen die Schiffsbreite auf rd. 32 Meter. Maximaler Tiefgang ca. 12 Meter. Panamax-Containerschiffe: 5.000 TEU; Panamax-Tanker: 75.000 tdw.
Patronatserklärung
Verpflichtung einer Konzern-Muttergesellschaft gegenüber Dritten, für die Verbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaft aufzukommen.
Phase-out
Zwangsweise Stilllegung von Schiffen; Aussonderung von Alttonnage nach den Bestimmungen der (# IMO#).
Platzierungsgarantie
Garantie, dass das im Finanz- und Investitionsplan angegebene Gesellschaftskapital auch bei nicht vollständiger Zeichnung des Kommanditkapitals durch beitretende Anleger realisiert wird.
Portfolio
Zusammensetzung einer Kapitalanlage, Zusammensetzung der Beteiligungen.
Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch (PEV) ist der Verbrauch der direkt in der Natur vorkommenden Primärenergieträger, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran sowie erneuerbare Energiequellen. Diese Primärenergie wird zumeist in Kraftwerken, Raffinerien etc. in ver-brauchsgerechte Formen, die Endenergie, umgewandelt (Strom, Fernwärme, Heizöl, Koks...).
Private Equity
Generell Oberbegriff für Investitionen ins Eigenkapital von - in der Regel - nicht börsennotierten Gesellschaften.
Produkten-/Chemikalientanker
Tanker, die neben Ölprodukten auch Speiseöl, Säuren, Laugen und andere Chemikalien befördern können. Ihre Größe beträgt bis ca. 80.000 tdw Tragfähigkeit.
Produktentanker
Tanker zum Transport von Ölprodukten wie Benzin, Gasöl.
Prognoserechnung
In der prognostizierten Liquiditätsrechnung werden die kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Beteiligungsgesellschaft dargestellt, aus denen die prognostizierten Ausschüttungen der Beteiligungsgesellschaft an die Anleger gezahlt werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.
Progressionsvorbehalt
Beim Progressionsvorbehalt werden die inländischen deutschen Einkünfte eines Anlegers mit dem Steuersatz besteuert, der sich ergeben würde, wenn die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte (z. B. Mieterträge aus US-Immobilienfonds) in Deutschland zu versteuern wären, jedoch ohne Versteuerung dieser Einkünfte.
Prospektgutachten
(# Emissionsprospekt#).
Prospekthaftung
Beim Verkauf von Geldanlagen aller Art wird üblicherweise ein Prospekt aufgelegt, der alle wesentlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Informationen enthalten muss, die für die Anlageentscheidung des Anlegers von entscheidender Bedeutung sind. Drei Forderungen muss ein Prospekt erfüllen: Richtigkeit, Vollständigkeit, keine Irreführung. Der Initiator und der Prospektherausgeber haften für den Prospektinhalt. (# Emissionsprospekt#).
Protection and Indemnity (P&I)
Eine Haftpflichtversicherung für Schiffe, die mit sog. P&I-Clubs, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, abgeschlossen wird. Versichert werden die Haftpflichtansprüche, die der Reedergesellschaft aus dem operativen Geschäft entstehen.
Prozentuale Beteiligung an der US-Gesellschaft
Anzahl der Gesellschaftsanteile eines Gesellschafters dividiert durch die Anzahl sämtlicher Gesellschaftsanteile. Nach Ablauf des anfänglichen Investitionzeitraumes wird die Anzahl der Gesellschaftsanteile der Limited Partner der US-Gesellschaft, die nicht mit dem General Partner oder Hines Interests verbunden sind (u. a. die Fondsgesellschaft), automatisch als Ausgleichzur Erhöhung des Participation Interests bei Hines Interests und SLR entsprechend gekürzt.
Put-Option (Verkaufsoption)
Der Initiator dieses Fondsangebotes hat ein Andienungsrecht gegenüber Surrenda-link ausgehandelt, das die Limited Partnership berechtigt, Surrenda-link jederzeit jede ihrer Policen zu 99 % ihres aktuarisch kalkulierten inneren Wertes zu verkaufen bzw. durch Surrenda-link verkaufen zu lassen.
Reederei, Reeder
Schiffseigentümerschaft, Schiffseigner. Oft allgemein im Sinne von Schifffahrtsunternehmen.
Rendite
Ertrag, der insgesamt aus einer Investition erzielt wird. Im Bereich der geschlossenen Beteiligungen ist dies stets langfristig zu sehen. Man unterscheidet zwischen Vorsteuer- und Nachsteuerrendite.
Residuals
Wiederholungshonorare, Tantiemen für Mitwirkende, die nicht im Produktionsbudget enthalten sind, die vom Rechtenutzer für bestimmte Nutzungen in der Regel an die jeweiligen Interessenvertretungen/-verbände (Guilds) zu zahlen sind.
Risiko-Rendite-Position
Verhältnis von Risiko und zu erwartender Rendite.
ROI
Return on Investment. Einsparung bzw. Gewinn, der durch eine Investition erreicht wird.
Rostkessel
Die bei der Feuerung über einen Rostkessel eingesetzte Technik entspricht weitgehend der konventioneller (mit fossilen Brennstoffen betriebenen) Kraftwerken. Hierdurch ergeben sich folglich geringe Risiken hinsichtlich des Dauerbetriebes. Ein weiterer Vorzug der eingesetz-ten Technik besteht darin, dass eine Umrüstung auf andere Brennstoffe mit relativ geringen Mittel möglich ist.
Routinedockung
Eine Routinedockung wird zur Wartung des Schiffes oder zur Erneuerung der Klasse durchgeführt.
Rückkaufswert
Der Wert, zu dem eine Versicherung eine Police bei Kündigung durch den Versicherungsnehmer zurücknimmt. Dieser Wert liegt regelmäßig, insbesondere im zweiten Abschnitt der Laufzeit, signifikant unter dem inneren Wert einer Police.
Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist - wie bei der Immobilienfinanzierung - durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.
Schlussbonus
Am Ende der Laufzeit wird jeder Versicherungspolice ein Schlussbonus zugewiesen.
Schuldzinsen
(§ 9 Abs. 1 Nr. 1 EStG) Ggf. Werbungskosten im Bereich der Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Bei eigengenutzten Objekten erfolgt eine Aufteilung der Schuldzinsen in die Zeiträume vor und nach Bezug des Objekts. Abzugsfähig sind hier nur die Zinsaufwendungen vor Bezug. Zu den Schuldzinsen gehört auch ein Darlehensabgeld (Damnum, Disagio).
Schätzgebühren
Wertgutachten von Immobilien werden mit sehr unterschiedlichem Aufwand erstellt. Diese Kosten werden entweder auf Promillebasis vom ermittelten Wert oder mit Pauschalpreisen (z. B. bezogen auf den Kreditbetrag) abgegolten. Üblich ist auch, diese Kosten an die Kreditnehmer weiterzugeben. Der Auftrag zur Erstellung einer Taxe ist zumeist in den Darlehensanträgen enthalten. Hier sind dann auch die Kosten geregelt. Meist enthält diese Vereinbarung den Zusatz, dass der Antragsteller die Kosten auch zu tragen hat, wenn das Darlehen nicht zu Stande kommt. Nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 27. März 1991 5 S 248/90 enthält in solchen Fällen der Darlehensantrag einen eigenen Antrag auf Abschluss eines Schätzvertrags. Ein solcher doppelter Antrag im Zusammenhang mit einem Darlehensantrag stellt jedoch eine Überraschungsklausel dar und ist damit unwirksam. Es ist also darauf zu achten, dass beide Vertragsparteien vor dem Darlehensantrag eine individuelle, für beide Seiten praktikable Vereinbarung treffen.
Second Round Financing
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Venture Capital oder Private Equity erhalten hat.
Second Stage Financing
Finanzierung der Unternehmensexpansion.
Secondary Purchase
Exitvariante. Eine Venture-Capital- oder Private-Equity-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Portfoliounternehmen an eine andere Venture-Capital-oder Private-Equity-Gesellschaft bzw. an einen Finanzinvestor.
Seed Capital
Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.
Seemeile
Nautisches Längenmaß: 1 SM (NM) = 1,852 km.
Sensitivitätsanalyse
Die Prognoseberechnungen im Prospekt beruhen auf geschlossenen Verträgen und auf Annahmen hinsichtlich zahlreicher möglicher Einflussfaktoren. In der Sensitivitätsanalyse wird dargestellt, welche Auswirkungen etwaige heute nicht vorhersehbare oder beeinflussbare Veränderungen wesentlicher möglicher Einflussfaktoren auf die künftige Entwicklung der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage haben können.
Share Deal
Firmenübernahme durch Kauf der Geschäftsanteile.
SLR
Abkürzung für Sumitomo Life Realty (N. Y.), Inc.
Small Tanker
Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 1.000 und 20.000 tdw zum Transport von Öl/Ölprodukten und Chemikalien.
Smoothing Verfahren
Britische Lebensversicherungsgesellschaften glätten ihre Bonuszuweisungen sowohl in guten als auch in schlechten Kapitalmarktsituationen. Hierdurch haben sie in Phasen guter Börsenentwicklungen hohe Reserven aufgebaut, aus denen bei negativer Kapitalmarktentwicklung an die Versicherten ausgeschüttet werden kann.
Sondertilgungen
Je früher die Entschuldung, desto sicherer ist das langfristige Investment. Gerade in schwachen Marktphasen ist der Tilgungsvorsprung extrem wichtig. Spielraum für Sondertilgungen entsteht durch Einsparungen bei Betriebskosten, Zinsen und höheren Anschlussraten als kalkuliert.
Sondervereinbarung der Fondsgesellschaft
Die Fondsgesellschaft hat mit der US-Gesellschaft, deren General Partner und der Hines-Sumisei U. S. Core Office Fund, L. P. eine Sondervereinbarung abgeschlossen, aus der sich über die Rechte und Pflichten des Gesellschaftsvertrages hinaus weitere Rechte und Pflichten der Fondsgesellschaft im Verhältnis zur US-Gesellschaft und deren Gesellschaftern ergeben.
Spekulationsfrist
Frist, in der Investitionsobjekte nicht steuerfrei veräußert werden können. (Immobilien: 10 Jahre; Wertpapiere: 1 Jahr).
Spezialfonds
Investmentfonds, an dem sich nur Großanleger wie Versicherungen und betriebliche Pensionskassen beteiligen dürfen. Private Anleger sind dagegen ausgeschlossen.
Spotrate
Charterrate für Einzelreisen in der Schifffahrt.
Spätphasenfinanzierung
Das betreffende Unternehmen weist bereits signifikante Umsätze und gewöhnlich auch Gewinne auf. Die Geldmittel des Anlageprogramms werden zumeist für die Finanzierung einer strategischen Neuausrichtung bzw. für Rekapitalisierungen genutzt.
Square Foot (sf)
In den USA ist für Bürogebäude der Mietzins pro Jahr je Square Foot die gängige Vergleichsgröße. 1 sf entspricht ca. 0,0929 m².
Staffelmiete
Für bestimmte Zeiträume kann der Mietzins in unterschiedlicher Höhe schriftlich vereinbart werden. Die Vereinbarung eines gestaffelten Mietzinses darf nur einen Zeitraum von bis zu jeweils 10 Jahren umfassen. Während dieser Zeit ist eine Erhöhung des Mietzinses ausgeschlossen. Der Mietzins muss mindestens ein Jahr unverändert bleiben und in der Höhe ausgewiesen sein. Eine Beschränkung des Mieterkündigungsrechts ist unwirksam, soweit sie sich auf einen Zeitraum von mehr als 4 Jahren seit Abschluss der Vereinbarung erstreckt.
Stainless-Steel-Tanks
Ladetanks aus nicht rostendem Stahl.
Standard & Poor's (S&P)
Einer der weltweit führenden Anbieter von Finanzinformationen. S&P veröffentlich regelmäßig standardisierte Bonitäts- und Risikobeurteilungen (sog. Ratings) von Unternehmen, die Anleihen begeben. Die vergebenen Ratings reichen von AAA (beste Qualität) bis C (niedrigste Qualität). Günstige Zinsen bezahlen dann solche Unternehmen, die von S&P das Gütesiegel "Investment Grade" (Schuldner guter Qualität) bekommen. Als "Investment Grade" gelten bei S&P Ratings von AAA bis BBB.
Start-up-Finanzierung
Das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft und hat seine Produkte oder Dienstleistungen noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) eines Unternehmens.
Steuerpflichtiges Einkommen
Maßgebend für die Einkommensbesteuerung des Anlegers ist nicht der jährliche Ausschüttungsbetrag, sondern vielmehr der Anteil des Anlegers an den steuerpflichtigen Einkünften der Beteiligungsgesellschaft (Fonds). Bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Einkünfte des Fonds sind von dem Einnahmenüberschuss u. a. noch die Abschreibungen abzuziehen.
Stille Reserven
Rücklagen, die in der Bilanz eines Unternehmens nicht ausgewiesen sind (im Gegensatz zu Rückstellungen oder offenen Rücklagen). Stille Reserven entstehen in der Regel durch Unterbewertung von Vermögen, ggf. auch durch die Überbewertung von Schulden.
Stiller Gesellschafter
Beteiligt sich als stiller Teilhaber am Handelsgewerbe des tätigen Teilhabers (Inhaber, Geschäftsherr - meistens GmbH, KG, AG). Grundsätzlich kennt die im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelte stille Gesellschaft nur zwei Gesellschafter, den Stillen und den Geschäftsherrn. Kein Gesellschaftseintrag im Handelsregister. Der Stille bleibt anonym. Seine Einlage geht in das Vermögen des Geschäftsherrn über. Also im Gegensatz zur Kommanditgesellschaft kein gemeinsames Vermögen.
Suezmax
Bezeichnung für Schiffe, die den Suez-Kanal durchfahren können (keine Begrenzung der Schiffslänge; max. Breite/Tiefgang: ca. 70 Meter/ca. 17 Meter). Suezmax-Tanker haben eine Tragfähigkeit von 175.000 tdw.
Sumitomo Life Realty (N. Y.), Inc. ("SLR")
Die US-Gesellschaft hat mit SLR und der Hines Interests Limited Partnership einen Beratungsvertrag abgeschlossen (® Seite 88, Beratungsvertrag mit Hines Interests und SLR).
Talente
Sammelbegriff für die Kreativen, die an der Herstellung eines Films beteiligt sind.
tdw (tons deadweight)
Maßeinheit für die Tragfähigkeit eines Schiffes. Umfasst Ladung, Passagiere, Treibstoff, Ausrüstung, Proviant und Besatzung.
Tenant Improvements
Umbau, Renovierungs- und sonstige Kosten sowie Maklerprovisionen, die nach Auslaufen eines Mietvertrages für die Anschluss- oder Neuvermietung anfallen.
TEU
(engl. Twenty foot equivalent unit) Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (ca. 6 Meter).
Third Party Participations
(# Gross Participations#) und (# Adjusted Gross Participations#)
Tilgung
Regelmäßige Leistung des Darlehensnehmers zur Rückzahlung seines Darlehens. Die Tilgung erfolgt meist in zeitlich festgesetzten (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich), gleich bleibenden Raten. Die Höhe der Tilgung entscheidet über die Gesamtlaufzeit des Darlehens.
Tilgungsperformance
Eine schnelle Entschuldung des Investitionsobjekts reduziert die laufende Kostenbelastung des Fonds und erhöht die Renditesicherheit für die Anleger.
Timecharter
(# Charter#)
Title Insurance
Versicherung des Käufers gegen Rechtsmängel bei Immobilienerwerb.
Tonnage
Begriff, der für die Transportkapazität eines Schiffes steht. Siehe auch ->Brutto- und Nettoraumzahl
Tonnagebesteuerung
Seit 1. Januar 1999 kann die Reederei ihren Gewinn pauschaliert anhand des Schiffsraums ermitteln. (Rechtsgrundlage: § 5 a). Basis für die Berechnung ist die (# Nettoraumzahl des Schiffes#).
Totalverlust
Hier: Totalverlust der Einlage, d. h., der Anleger erhält aus seiner Beteiligung an der Fondsgesellschaft weder Ausschüttungen noch bekommt er bei Liquidation der Gesellschaft seine Einlage zurückgezahlt.
Totalüberschuss
Überschuss der Einnahmen über die Verluste der Anfangsjahre.
Track Record
Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens und seines Managements.
Trade Sale
Veräußerung der Unternehmensanteile an einen industriellen oder strategischen Investor.
Treatments
Zusammenfassung von Filmstoffen.
Treugeber
Eine Person, die Eigentum an Sachen und/oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, sodass diesem die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird.
Treuhandeigentum
Eigentum, das nach außen dem Treuhänder (Treunehmer) die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verleiht, im Innenverhältnis (zum sog. Treugeber) jedoch Beschränkungen unterworfen ist. Es handelt sich hier um die uneigennützige (sog. Verwaltungs-)Treuhand, d. h. Verwaltung eines Unternehmens für einen Dritten in eigenem Namen, aber im Interesse des Dritten.
Treuhandvertrag
Regelt die Rechtsbeziehungen zwischen (# Treuhänder#) (Treunehmer) und (# Treugeber#).
Treuhänder
Eine natürliche oder juristische Person, der durch den (# Treugeber Vermögensrechte#) übertragen werden oder eine Rechtsmacht eingeräumt wird. Im Außenverhältnis ist der Treuhänder bei Ausübung seiner verliehenen Rechtsmacht an den im Innenverhältnis zwischen dem Treugeber und dem Treuhänder geschlossenen (# Treuhandvertrag#) gebunden.
Turn-around-Finanzierung
Finanzierung eines Unternehmens, das sich nach Überwindung von Schwierigkeiten (z. B. Absatzproblemen) wieder aufwärts entwickeln soll.
ULCC-Tanker
(Engl. Ultra Large Crude Carrier). Tanker mit einer Tragfähigkeit ab 320.000 tdw zum Transport von Rohöl.
Umlagefähige Betriebskosten
Betriebskosten sind Aufwendungen, die durch das Eigentum oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Investitionsobjekts laufend entstehen. Bei Immobilien können diese weit gehend auf die Mieter umgelegt werden. Es gehören dazu: Grundsteuer, Kosten der Wasserversorgung, Kosten der zentralen Heizungsanlage, Fernwärme, Warmwasserversorgung, Kosten des Betriebs der maschinellen Personen- oder Lastenaufzüge, Kosten der Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Gemeinschaftsantennen, gemeinschaftliche Wasch- und Trockeneinrichtung.
Umsatzmiete
Der Mietzins richtet sich nach dem Umsatz des Mieters. So sind Mietänderungen in beide Richtungen möglich. Vielfach werden allerdings Mindestmieten festgeschrieben, um ggf. einen völligen Mietverfall zu verhindern.
US-Gesellschaft
Hines-Sumisei US Core Office Properties, LP. An dieser Gesellschaft beteiligt sich die Fondsgesellschaft.
Variabler Zinssatz
Zinssatz, dessen Bemessungsgrundlage die Refinanzierungskosten der darlehensgebenden Bank zuzüglich einer zu vereinbarenden Marge (Basispunkte genannt) sind.
Venture Capital
Wagniskapital oder Risikokapital in der Gründungsphase von Unternehmen.
Verbundene Gesellschaft
Im Sinne eines Gesellschaftsvertrages sind verbundene Gesellschaften solche, bei denen die eine die andere direkt oder indirekt kontrolliert oder die beide gemeinsam von einer dritten Gesellschaft kontrolliert werden.
Verkehrswert
Der Verkehrswert wird nach § 194 BauGB durch den Preis bestimmt, der zu dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.
Verleihkosten und -gebühren
Diese Gebühren zieht der Verleiher eines Kinofilms von den Erlösen ab. Sie umfassen z. B. die Herstellungskosten der Filmkopien, Transport-,Versicherungs- und Werbekosten sowie den pauschalen Anteil des Verleihers (in Prozent der Bruttoeinnahmen).
Verlustquote
Verlustanteile in Bezug auf die Einlage.
Verlustzuweisung
Einzelnen Gesellschaftern werden anteilig zu ihren Einlagen Verluste zugerechnet, die mit bestimmten sonstigen Einkünften verrechnet werden können. Dies führt in der Regel zu Einkommensteuerersparnissen.
Verlustzuweisungsgesellschaft
Gesellschaft, die mit hohen Verlustzuweisungen wirbt.
Verlängerungsoption
Recht einer Vertragspartei (z. B. eines Mieters oder Darlehensnehmers), die Vertragslaufzeit durch einseitige Erklärung um einen bestimmten Zeitraum zu verlängern.
Vermietungskosten
Umbau- und Renovierungskosten sowie Maklerprovisionen und sonstige Kosten, die nach Auslaufen eines Mietvertrags für die Anschluss- oder Neuvermietung anfallen.
Vermögensverwaltende Gesellschaft
Eine Gesellschaft, die lediglich steuerliche Überschusseinkünfte (insbesondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen) erzielt, also nicht sonstige Einkünfte (z. B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb).
Verrechenbare Verluste
Derjenige Teil der Verluste, der den Höchstbetrag der ausgleichsfähigen Verluste überschreitet und deswegen auf Folgejahre vorgetragen wird.
Verwaltungskosten
Kosten, die mit der Verwaltung eines Investitionsobjekts als Wirtschaftseinheit in Zusammenhang stehen. Hierzu zählen die Kosten der für die Verwaltung erforderlichen Arbeitskräfte, der Aufsicht durch den Eigentümer und dessen eigene Verwaltungsarbeit.
Veräußerungserlös
Erlös aus dem Verkauf von Immobilien oder Gesellschaftsbeteiligungen.
Veräußerungsgewinn
Überschuss des Veräußerungserlöses über Kosten, vor Steuern.
Vetting
Sicherheitsüberprüfungen, bei denen die großen Ölgesellschaften einmal jährlich die Sicherheitsstandards von Tankern durch ihre Vetting-Inspektoren überprüfen lassen. Erst nach einer solchen Inspektion dürfen Schiffe Ladung für diese Konzerne transportieren.
VLCC-Tanker
(Engl. Very Large Crude Carrier). Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 220.000 und 320.000 tdw zum Transport von Rohöl.
Vorfälligkeitsvergütung
Vergütung für vorzeitige Zahlung (vor Fälligkeit) der Kapitaleinlage. Eine Art Zinsertrag für den Anleger - steuerlich: Sonderbetriebseinnahmen.
Vorsteuerabzug
Gegenrechnung von bezahlter und an das Finanzamt abzuführender Mehrwertsteuer, geregelt in § 14 UStG.
Wachstumskapital
siehe (# Venture Capital#).
Wechselkursentwicklung
Die Entwicklung des Kurses einer Währung gegenüber einer anderen Währung.
Wechselkursrisiko/Währungsrisiko
Kursschwankungsrisiko, das besonders hervortritt, wenn Ausgaben und Einnahmen in unterschiedlichen Währungen anfallen.
Werbungskosten
Aufwendungen, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie entstanden sind.
Wertgutachten
Zusammenfassung der Ermittlungen eines Sachverständigen in übersichtlicher schriftlicher Form. Neben der grundsätzlichen Aussage zur Beschaffenheit des Objektes zum jeweiligen Markt wird der Verkehrswert im Vergleich Verkaufswert ausgewiesen. Ein Wertgutachten wird üblicherweise um eine Baubeschreibung, eine Bauzahlenberechnung, Skizzen, Lagepläne und Fotos des bewerteten Objektes ergänzt.
Wertsicherungsklausel
Vertragliche Bestimmung, wonach sich z. B. eine Miete in Abhängigkeit von der Entwicklung einer bestimmten Größe (z. B. eines Lebenshaltungskostenindex) verändert.
Widerrufsbelehrung
In bestimmten Fällen, vor allem bei Haustürgeschäften und bei Vertragsabschluss im Fernabsatz, steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach BGB zu, über das er entsprechend zu belehren ist. Der Verbraucher muss dabei über die Widerrufsmöglichkeit, die Form des Widerrufs, den genauen Adressaten des Widerrufs sowie über die Widerrufsfrist informiert werden. Der Unternehmer kann sich hierfür eines Musterformulars bedienen, welches dem Einführungsgesetz zum BGB als Anlage beiliegt.
Währungsverlust
Der Verlust einer Währung gegenüber einer anderen.
Zeichnungssumme
Betrag der Kapitalbeteiligung an einem geschlossenen Fonds.
Zertifikatehandel
Die Bundesregierung plant ab 2005 den Zertifikatehandel, der vereinfacht dargestellt folgen-dermaßen funktioniert könnte (die Entscheidung hierzu soll im laufe dieses Jahres fallen). Unternehmen erhalten für ihre Geschäftstätigkeit eine bestimmte Anzahl an CO²-Zertifikaten. Nicht genutzte CO²-Zertifikate können gehandelt werden und so von Unternehmen erworben werden die einen höheren CO²-Ausstoß haben.
Zinsabschlagsteuer
Kapitalertragsteuer auf Zinsen, die bei der Auszahlungsstelle der Zinsen (häufig einer Bank) einbehalten wird.
Zinsfestschreibung
Zeitraum, in dem der für ein Darlehen zu entrichtende Zins in bestimmter Höhe vertraglich festgeschrieben ist.
Zwischenfinanzierung
Kurzfristiger Kredit, der zur Finanzierung bis zur Ablösung durch einen langfristigen Kredit gegeben wird.